Im Filmstudium der Hamburg Media School unterrichten ausgewiesene, erfolgreiche Praktiker des Kinos und Fernsehens, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die Studierenden weitergeben. Dozentinnen und Dozenten sind:
Prof. Richard Reitinger
Prof. Richard Reitinger, Jahrgang 1951, Studiengangsleiter
1967-69 Betreuer für sozial benachteiligte Kinder beim Stadtjugendamt München.
1969 Abitur am altsprachlichen Ludwigs-Gymnasium.
1969-71 ziviler Ersatzdienst im Krankenhaus München-Schwabing. Straßensänger mit drei Griffen auf der Gitarre.
Ab 1971 Gaststudium Pädagogik, Germanistik. Arbeit als Kraftfahrer bei der Post, Privatchauffeur, Kunsthändler (Meterware), Straßentheater, Vertreter für Rollläden und Kochtöpfe, Okkasionsdichter (Geburtstagsgedichte, Ansprachen, Predigten).
1974 Umzug nach Berlin, Gaststudium Ethnologie, Philosophie. Arbeit beim Bezirksamt Zehlendorf Süd, Leiter der (Randgruppen-)Jugendarbeit in der sog „Telefunkensiedlung“. Kleine, ruppige Super-8-Filme mit den Jugendlichen. Bis alle, mangels Lehrstellen, in der Kleinkriminalität oder selbst bei der Polizei gelandet waren.
1976-79 Jobs als Kraftfahrer, Kellner usw., nachts Gedichte.
1979 Lehre als Buchhersteller beim Verlag Klaus Wagenbach und bei der Zeitschrift „Ästhetik & Kommunikation“ (beim Maler Bernd Zimmer), anschließend dort Herstellungsleiter. Erste Veröffentlichungen, natürlich Gedichte.
1981 Gründung und Geschäftsführung „:Transit-Buchverlag“ mit Rainer Nitsche (Zeitgeist, Industriegeschichte, vergessene soziale Bewegungen). Geburt der ersten Tochter, erhöhter Geldbedarf, folglich
1985 Film-GBR mit Madeleine Remy. Konzept: Industriefilme fürs Geld, Kino für die Kunst. Ergebnis: Jugend-Aufklärungsfilm für „Stiftung Warentest“ („Große Sprünge brauchen Zeit“).
BMI-Drehbuch-Förderung für die Filmerzählung „Frühling für Luise“ (nie realisiert).
1986 Arbeit als Barkeeper und Aikidolehrer.
1987 Filmerzählung „Berlin unter Tage“, gekauft von Wim Wenders, anschließend Mitarbeit an:
Kinofilme:
1987 DER Himmel über Berlin (mit Wim Wenders und Peter Handke, R: Wim Wenders, P: Road Movie). (Europäischer Filmpreis, Deutscher Filmpreis (Film))
1987 Helsinki Napoli - all night long (mit Mika Kaurismäki, R: Mika Kaurismäki, D: Sam Fuller, Nino Manfredi, Eddie Constantin, P: Salinas/Villealfa)
1989 ChaChaCha (R: Kaurismäki, D: Kari Väänänen, Matti Pelonpää, P: Villealfa)
1989 Darsteller (Man in the bar) in “The Matchfactory Girl“ (Das Mädchen aus der Streichholzfabrik) von Aki Kaurismäki
1990 Amazon (R: M. Kaurismäki, D: Kari Väänänen, Rae Dawn Chong, Robert Davi, P: Villealfa/Noema/Sky Light)
1993 In weiter Ferne so nah (mit Wim Wenders, Ulrich Zieger, R: Wim Wenders. D: Otto Sanders, Bruno Ganz, P: Road Movie/Tobis). (Goldene Palme für Regie, Cannes)
1998 City of Angels (B: Dana Stevens, based on: Der Himmel über Berlin) (Golden Globe Nominierung für den Film)
2004 Supertex (nach dem Roman von Leon de Winter, mit Jan Schütte, Andrew Kazamia. R: Jan Schütte, P: Haig Balian/Halebob)
2007 MEINE SCHÖNE BESCHERUNG (Adaption, R: Vanessa Jopp, D: Martina Gedeck, Heino Ferch, Jasmin Tabatabi, Meret Becker, P: X-Filme, Kinostart 11/07)
2008 Die 3. Ebene (Kinofilm, Produktion X-Filme, in Vorbereitung)
2011 Dschungelkind (Adaption von Sabine Küglers Buch UFA Regie: Roland Suso Richter)
Fernsehspiele:
1987 Yötyö (Nachtschicht) (R: Mika Kaurismäki, P: Villealfa)
2004 Live-Movie: Feuer in der Nacht (R: Kai Wessel, D: Martina Gedeck, Christian Berkel, P: Ufa)
2004 Sterne leuchten auch am Tag (R: Roland Suso Richter, D: V. Ferres, Merab Ninidze, P: Telefilm Saar)
2005 Kein Himmel über Afrika (2-Teiler, ARD, nur Dialoge, B: Heiko Schier, R: Roland Suso Richter, D: Veronika Ferres, Jean-Hugues Anglade, P: Teamworx)
2010 Das Geheimnis der Wale (ZDF-Teamworx-Öko-Event-Zweiteiler mit Christopher Lambert, Veronika Ferres, Mario Adorf u.v.a.)
Reihen:
„Bella Block“
1999 Abschied im Licht (R: Christian von Castelberg, ZDF, P: Objectiv Film)
2002 Tödliche Nähe (R: Christiane Balthazar, (ZDF, P: Objectiv Film)
2005 Denn sie wissen nicht, was sie tun (mit Andre Georgi, R: Markus Imboden ZDF, P: Objectiv Film) (Deutscher Krimipreis, Zuschauerpreis Film)
„Jenny Berlin“ (jetzt „Einsatz in Hamburg“) - auch Idee und Samstagabend-Krimi-Konzept
1999 Tod am Meer (R: Johannes Fabrick, ZDF, P: Objectiv Film)
2000 Ende der Angst (R: Johannes Fabrick, ZDF, P: Objectiv Film)
2001 Stunde der Wahrheit (R: Matthias Tiefenbacher, ZDF, P: Objectiv Film)
„SWR-Tatort“ Lena Odenthal
2005 „Am Abgrund“ (R: René Heisig, P: Maran Film, SWR)
Serien:
Der Fahnder (ca. zwei Staffeln, Originalstoffe und Scriptdoctorings, R: Max Färberböck u.a.., P: Bavaria Film, Colonia Media) (Grimme-Preis für Serie)
Auf Achse (ca. zwei Staffeln, dto., R: Werner Masten u.a., P: Bavaria-Film)
Sekt oder Selters (1 Folge, Grimme-Preis in Gold für alle Drehbücher)
Die Partner (ca. drei Staffeln, auch Konzeptentwicklung, R: Josef Rusnak u.a., P: Colonia Media)
Freunde wie wir (2 Staffeln, Sat 1, mit Isolde Sammer. Auch Gesamtkonzept und Creative Producer, R: Max Färberböck, Ilse Hofmann u.a., P: Multimedia)
Konzept und 20 erste Folgen „Marienhof“ (mit Bernd Schwamm. Da hieß es noch „Autobahnkreuz Nord“, und das Set war eine Tankstelle mit Mauerhund.)
U.v.a.
Veröffentlichungen:
Diverse, speziell zu Film in: „Jenseits von Hollywood“ (Hrsg. Fließ/Altenburg), „Bella Block“ (Henschel Verlag 2005), „Scenario Filmalmanach 2007“ (Bertz Fischer Verlag,, Hrsg. Jochen Brunow)
Sonst noch:
Agentur: Verlag der Autoren
Mitglied der Deutschen Filmakademie
Advisor bei eQuinoexe
Dramaturg für BKM
Mentor der HFF Drehbuchwerkstatt München
Bereichsleitung Drehbuch (mit Beate Langmaack) und Leitung des Filmstudiums der Hamburg Media School (mit Hubertus Meyer-Burckhardt).
Glücklich verheiratet, drei erwachsene Töchter aus erster wilder Ehe.
Kamera/Bildgestaltung
Drehbuch
Produktion
Sonstige