über die Studenten des Masterstudiengangs Journalismus wissen wollten,
hier erfahren Sie es. Die folgenden Kurzprofile informieren über
Hintergrund und Erfahrungen der Studierenden der aktuellen Journalismus-Masterklassen
2010 und 2011.
Constantin von Pocci
Franz Graf von Pocci war ein begnadeter Märchenerzähler. Im 19. Jahrhundert schrieb der Zeremonienmeister Ludwigs I. mehr als 40 Kasperlstücke für das Münchner Marionettentheater. Mit gewichtigeren, aber manchmal nicht weniger komischen Themen als der „Kasperlgraf“ befasst sich hundertfünfzig Jahre später Urahne Constantin Graf von Pocci: Der 26-Jährige will als Printjournalist die Launen deutscher Politiker beleuchten. Dass ihm sein Adelstitel hier ab und zu als Türöffner dient, kann der bescheidene Student nur schwer akzeptieren.
Neun Jahre lang studiert Constantin in einem Klostergymnasium in Süddeutschland den Katholizismus, bevor er sich für ein Jahr der Bundeswehr anschliesst. Durch Campieren im Biwak bei minus 20 Grad für das universitäre Leben gestählt, erlangt er in Tübingen bald den Bachelorabschluss in Politikwissenschaft und Soziologie. Mit elegantem Hemd, modischem Schal, seinem silbernen Aktenkoffer und dem Siegelring der Adelsfamilie am Finger wirkt Constantin sehr seriös. Seine kecke Frisur aber verrät Schalk und Abenteuerlust. Auch wenn er von Ritterkämpfen wenig hält, ist er einem Duell nicht abgeneigt: Constantin Graf von Pocci spielt liebend gerne Paintball.
Text: Dennis Bühler