Die Data Envelopment Analyse ermöglicht die Integration mehrdimensionaler konkurrierender Outputziele und hilft dabei Wege dafür zu finden, wie der Konflikt zwischen Qualitäts- und Quotenbetrachtungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gelöst werden könnte.
Ansprechpartner:
Ute Schaedel
E-Mail: u.schaedel@hamburgmediaschool.com
Prof. Dr. Armin Rott
E-Mail: a.rott@hamburgmediaschool.com
Kurzbeschreibung:
Öffentlich-rechtliches Fernsehen sieht sich häufig dem Vorwurf der Ineffizienz ausgesetzt. Effizienzanalysen wären in diesem Teil der Medienbranche besonders wichtig, gestalten sich gleichzeitig aber auch außerordentlich schwierig: Öffentlich-rechtliche Sender verfolgen gleichzeitig mehrere Ziele, die zudem über rein ökonomische Größen hinausgehen und schwierig zu quantifizieren sind. Für den Fernsehmarkt wird die Methode der Data Envelopment Analysis (DEA) als Verfahren der Effizienzmessung vorgestellt, das es erlaubt, in Situationen der Zielpluralität Effizienzvergleiche durchzuführen. Das Vorgehen bietet zahlreiche Vorteile gegenüber dem in der Senderpraxis dominierenden Verfahren der Kennzahlenbildung, das vorwiegend mit der Einschaltquote arbeitet und damit die Anforderungen an öffentlich-rechtliches Fernsehen weitgehend vernachlässigt.
Eine Anwendung der Methode auf die Fernsehbranche wird im Rahmen dieses Projekts vorgenommen. Damit kann DEA einen Impuls zu neuen Vorgehensweisen der Effizienzbewertung unter Berücksichtigung von Qualitätsbewertungen und Quotendruck im öffentlich-rechtlichen Rundfunk liefern.
Forschungsprojekte:
Erfolgsfaktoren von Medienprodukten
Karrieren in der Medienbranche – Empirische Befunde und ökonomische Erklärungen
Meinungsführer und Informationseliten
Simulationsbasierte Risikoanalyse von Businessplänen
Soziale Identität und Medienwahl
Systematische Markt-, Branchen- und Wettbewerbsanalysen im Medienbereich