29.06.2007
Gestern Abend erhielt Claudia Lehmann für ihren HMS-Abschlussfilm „Memoryeffekt“ den Shocking Shorts Award 2007. Damit reiht sie sich zwischen prominente frühere Preisträger wie Florian Henckel von Donnersmarck ein und darf zwei Wochen am „Universal Studios Filmmasters Program“ in Hollywood teilnehmen.
Knapp 200 Nachwuchsregisseure hatten sich am „Shocking Shorts Award 2007“, der bereits zum achten Mal vom Pay-TV-Sender 13th Street vergeben wurde, beteiligt. Die prominent besetzte Jury, u. a. bestehend aus den Schauspielern Muriel Baumeister, Sonja Kirchberger, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Max von Thun, Ralf Bauer, dem Regisseur Peter Thowarth und Berlinale-Chef Dieter Kosslick, entschied sich für Claudia Lehmann. Der Kurzfilm „Memoryeffekt“, der 2006 als Abschlussarbeit ihres Filmstudiums an der Hamburg Media School entstand, erzählt in eindrucksvoller Weise von zwei Frauen, die sich nie begegnet sind, aber auf mysteriöse Weise miteinander in Verbindung stehen.
Gefeiert wurde im Rahmen des Filmfest München mit 600 Gästen und viel Prominenz aus der Film- und Medienbranche, darunter Axel Milberg, Ursula Karven, Uschi Glas oder US-Regisseur Richard Linklater.
Der „Shocking Shorts Award“ gilt spätestens seit dem Oscar-Gewinn des ersten Preisträgers im Jahr 2000, Florian Henckel von Donnersmarck, als Qualitätssiegel und Türöffner für Hollywood. Einen Eindruck vom internationalen Filmgeschäft kann sich Claudia Lehmann nun selber machen: Sie nimmt zwei Wochen lang am „Universal Studios Filmmasters Program“ in Los Angeles teil, lernt wichtige Abteilungen wie Drehbuch-Entwicklung, Produktion und Marketing der Universal Pictures kennen und ist am Set einer Hollywood-Produktion dabei.
Claudia Lehmann studierte von 2004 bis 2006 an der Hamburg Media School Regie. Das Drehbuch für „Memoryeffekt“ stammt ebenfalls von ihr, die Kamera führte HMS-Absolvent Eike Zuleeg, die Produktion verantwortete Melanie Lotsch, ebenfalls HMS. „Memoryeffekt“ war bereits auf der Berlinale 2007 in der Kategorie "Perspektive Deutsches Kino" und beim Studio Hamburg Nachwuchspreis 2007 in der Kategorie "Bestes Drehbuch" nominiert.