04.04.2008
Heute werden zum 44. Mal die Adolf-Grimme-Preise verliehen. Ausgezeichnet in der Kategorie Fiktion wird unter anderem der Film „Guten Morgen, Herr Grothe“, nach einem Drehbuch von Beate Langmaack, Leiterin des Bereichs Drehbuch an der Hamburg Media School.
Michael Grothe kniet sich bis zur Selbstaufgabe in seine Arbeit als Lehrer; seine Ehe ist durch dieses Engagement längst gescheitert. Grothes Fürsorge gilt bald ausschließlich dem besonders verhaltensauffälligen Nico, er vernachlässigt über diese Hilfe den Rest der Klasse und sogar seinen eigenen Sohn. Der Film „Guten Morgen, Herr Grothe“ nach dem Drehbuch von Beate Langmaack erhält am 4. April den Adolf-Grimme-Preis. „Weil der Film keine billigen Antworten liefert, ist es umso schwerer, sich den Fragen, die er aufwirft, zu entziehen. Er ist nicht gut gemeint, sondern gut gemacht. Es ist ein außerordentlich intensiver, genauer Film, der nicht überhöht, sondern einen Ausschnitt aus unserer Welt zeigt, der vermutlich typisch und realistisch ist“, so ein Ausschnitt der Jurybegründung. Der Adolf-Grimme-Preis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland.
Beate Langmaack ist neben Prof. Richard Reitinger Bereichsleiterin der Drehbuchklasse an der Hamburg Media School. Die Hamburgerin studierte in Berlin u. a. Germanistik und arbeitete auch schon vor ihrer Zeit als Autorin beim Film. Ihr erstes Drehbuch verfasste sie für Kai Wessels Film „Martha Jellneck“ (1988), erhielt dafür den Europäischen Drehbuchpreis und für „Hat er Arbeit?“ (ZDF, 2002) u. a. den Deutschen Fernsehpreis. Aus ihrer Feder stammen die Bücher für Filme wie „Leben wäre schön“ (ARD, 2004) und „Neger, Neger, Schornsteinfeger“ (ZDF, 2005). Für die Gestaltung und Weiterentwicklung des NDR- „Polizeiruf 110“ wurde sie 2005 – gemeinsam mit Uwe Steimle und Henri Hübchen – mit dem Adolf-Grimme-Preis „Spezial“ ausgezeichnet.