Prof. Dr. Annamaria Rucktäschel übernimmt die wissenschaftliche Leitung des Masterstudiengangs Journalismus der Hamburg Media School/ Jakob Augstein als Leiter des „Innovation Lab Print“ verpflichtet

15.10.2009

Die Hamburg Media School konnte erneut renommierte Persönlichkeiten der Medienbranche für ihren Masterstudiengang Journalismus gewinnen. Zum 15. Oktober werden Prof. Dr. Annamaria Rucktäschel als wissenschaftliche Leiterin des Masterstudiengangs Journalismus und Jakob Augstein als Leiter des „Innovation Lab Print" offiziell ihre Tätigkeit an der Hamburg Media School beginnen.

Der stellvertretende Leiter des Studiengangs, Dr. Steffen Burkhardt, wird wie bisher die Koordination des Studiengangs verantworten. Damit gewährleistet die Hamburg Media School nicht nur die Kontinuität der praxisnahen journalistischen Ausbildung, sondern ist mit der Kombination von Expertise im Printbereich (Dr. Steffen Burkhardt und Jakob Augstein) und wissenschaftlicher Exzellenz sowie Rundfunk- und Fernseherfahrung (Prof. Dr. Rucktäschel) optimal aufgestellt.

Prof. Dr. Insa Sjurts, Geschäftsführerin der Hamburg Media School, dazu: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Prof. Dr. Rucktäschel eine erfahrene und international anerkannte  Wissenschaftlerin für die Leitung unseres Master-studiengangs Journalismus verpflichten konnten. Ihr sowohl exzellenter akademischer als auch praxisbezogener Hintergrund ist eine optimale Voraussetzung für den weiteren Ausbau und die sukzessive Internationalisierung unseres Studiengangs. Ebenfalls mit großer Freude begrüße ich das zukünftige Engagement Jakob Augsteins, einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des Verlagswesens, an der Hamburg Media School. Mit der Etablierung des „Innovation Lab Print“ trägt die HMS den aktuellen Veränderungen in den Medienmärkten Rechnung und sichert damit die Zukunftsfähigkeit der journalistischen Ausbildung. Die Studierenden der HMS werden von den Erfahrungen und innovativen und kreativen Ideen Jakob Augsteins außerordentlich profitieren.“

Prof. Dr. Annamaria Rucktäschel, 1945 in Heidelberg geboren,  studierte Kommunikationswissenschaft, Germanistik, Politische Wissenschaft und Geschichte an den Universitäten Heidelberg und München. Nach ihrer Promotion 1969 zum Dr. phil. an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wurde sie zur Redakteurin im bsv, München, ausgebildet. Von 1969 bis 1982 war sie verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift „Linguistik und Didaktik“. Seit 1974 ist sie Dozentin für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Hamburg, der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Universität der Künste Berlin. 1980 wurde sie zur Professorin für Kommunikationswissenschaft ernannt. Seit 1988 ist Frau Rucktäschel Universitätsprofessorin am Institut für Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation der Universität der Künste Berlin, dessen Ausbau sie seit 1994 in mehreren Amtsperioden als Geschäftsführende Direktorin vorantrieb. An der gleichnamigen Universität konzipierte und gründete sie im Jahr 2000 den Aufbaustudiengang „Kulturjournalismus“. Zahlreiche außeruniversitäre und internationale Aktivitäten wie u. a. die Konzeption und Realisation von wissenschaftlichen Sendungen für BR und MDR/ARD sowie Berater- und Gutachtertätigkeiten für nationale und internationale Unternehmen und Institutionen ergänzen ihre Aktivitäten im Wissenschaftsbereich.

Jakob Augstein, 1967 in Hamburg geboren, studierte von 1989 bis 1993 Politik an der Freien Universität Berlin und am Institut d'études politiques de Paris (Sciences Po Paris). Neben seinem Studium schrieb er bereits von 1990 bis 1993 als Lokalredakteur für die Berliner Zeitung (Bezirk Schöneberg). Nach seinem Abschluss als Diplom-Politologe und einem Volontariat arbeitete er für die Süddeutsche Zeitung in München und Berlin. Seine Gerichtsreportagen aus dem Kriminalgericht Berlin-Moabit, die seit 1996 in der SZ erschienen, veröffentlichte er 1998 in seinem Buch „Sieben Schüsse in Glienicke“. Ab 1999 war er außerdem Chef der Berlin-Seite der SZ. Im Herbst 2003 gab Augstein seinen Posten bei der SZ auf, um sich für die Rudolf-Augstein-Stiftung zu engagieren. Zusammen mit der Lektorin Johanna von Rauch übernahm Augstein dann im Jahr 2004 die Mehrheit am Belletristik-Verlag Rogner & Bernhard. Seit 2005 arbeitete er gleichzeitig als Autor im Parlamentsbüro der Wochenzeitung Die ZEIT. Er ist zudem der Vertreter der Familienanteile in der Gesellschafterversammlung der Spiegel-Verlagsgruppe. In den letzten Jahren beschäftigte sich Augstein vor allem mit der Entwicklung neuer Medienformate und dem Launch des neuartigen publizistischen Angebotes „der Freitag – Das Meinungsmedium“, dessen Verleger und Herausgeber er ist. Für seinen journalistischen und verlegerischen Mut erhielt Augstein im Januar 2009 einen Sonderpreis im Rahmen der Auszeichnung „Journalist des Jahres“, die von der Fachzeitschrift „medium magazin“ in mehreren Kategorien verliehen wird.  

Ab dem 15. Oktober 2009 leitet Jakob Augstein das Innovation Lab Print an der Hamburg Media School,  ein Think Tank, in dem sich die Studierenden mit innovativen Modellen zur Zukunft des Zeitungs- und Zeitschriften-journalismus auseinandersetzen werden.