27.04.2011
In der Kategorie ‚Foreign Films‘ werden die weltweit besten Absolventenfilme mit dem ‚Student Academy Award‘ ausgezeichnet.
Nach Angaben der Academy of Motion Picture Arts and Sciences reichten in diesem Jahr 52 Teilnehmer aus 32 Ländern einen Beitrag für den international bedeutendsten Studentenpreis ein – unter ihnen der Kurzfilm "Raju". Der Film erzählt die Geschichte eines deutschen Paares, das nach Indien reist, um ein Kind zu adoptieren und zufällig auf illegale Adoptionspraktiken stößt.
"Wir sind unendlich glücklich und stolz über diese Nominierung", sagt Regisseur Max Zähle. „Die internationale Wahrnehmung ist das schönste ‚Payback‘, das wir mit unserer Arbeit erreichen konnten.“ Die Dreharbeiten für den 20-minütigen Film liefen zwei Monate und forderten das Team tagtäglich heraus. "Der Zeit- und Budgetdruck war enorm bei diesem Film – dazu der Monsun und die kulturellen Unterschiede, die überall spürbar sind. Wir hätten nie gedacht, dass dieses Projekt so kompliziert werden würde," erklärt Stefan Gieren, Creative Producer. Aber der "Drang", diese Geschichte zu erzählen, half dem Team über viele Schwierigkeiten hinweg. Kameramann Sin Huh baute sich vor Ort sogar einige Teile des nötigen Lichtequipments selbst.
Für Prof. Richard Reitinger, Studiengangsleiter Film, ist "Raju" der Abschlussfilm, der ihn am meisten berührt hat: "Die Studierenden haben ein Thema mit einer internationalen Problematik aufgegriffen. Sie haben das nicht einfach bewertet, sondern bebildert und Fragen aufgeworfen. Wir sind dankbar, dass es dieser Film soweit geschafft hat. Alles, was jetzt noch kommen mag, wird uns mit Demut erfüllen."
Bis zum 20. Mai werden noch zwei der fünf Finalisten ausscheiden und die Anwärter auf Gold, Silber und Bronze fliegen zur Verleihung am 11. Juni nach Los Angeles.
"Raju" ist einer der HMS-Abschlussfilme von 2010. In den Hauptrollen spielen Julia Richter und Wotan Wilke Möhring. Der Film hat eine Diskussion über illegale Adoptionspraktiken auf dem Subkontinent ausgelöst.