Die Finkenau

Die ehemalige Frauenklinik, im Hamburger Sprachgebrauch schlicht „Finkenau“ genannt, wurde in den Jahren 1911 bis 1914 als Klinik und Lehranstalt für Schwestern- und Hebammenschülerinnen errichtet. 1927 wurde das Gebäude um einen Hörsaalanbau erweitert.

Die FinkenauDie Finkenau

Das Geburtshilfeinstitut befand sich in einer Dreiflügelanlage. Vollunterkellert wird das zweigeschossige Gebäude von einem mächtigen, ausgebauten, gewalmten Mansarddach überspannt. Die Zimmer des Flurkrankenhauses waren nach Südosten und Nordwesten orientiert, Operations- und Nebenräume nach Nordwesten bzw. Nordosten. Der Wirtschaftstrakt mit Küche und Wäscherei sowie die Kessel- und Desinfektionsgebäude lagen im Grundstückshintergrund. An der Uferstraße stand das ehemalige Direktorenhaus.
Die Fassaden wurden mit Klinker verkleidet und sparsam mit Kunstelementen oder Applikationen versehen. Die Fronten wirken belebt durch hochrechteckige Fenster mit ihrem charakteristischen Sprossenwerk.
In den Jahren 1926 und 1927 erhielt die Anlage eine stilistisch angepasste Erweiterung, in der sich unter anderem ein Hörsaal befindet. Die vergleichsweise geringen Gebäudeschäden des Zweiten Weltkrieges betrafen vor allem die Dachlandschaft. Das ehemalige Direktorenhaus hingegen wurde vollständig zerstört.
Seit Herbst 2003 beherbergt die „Finkenau“ die Hamburg Media School. Seit Beginn 2005 wird der gesamte Gebäudekomplex schrittweise wieder in Stand gesetzt.

Flügel des Schumacher-Gebäudes
Flügel des Schumacher-Gebäudes

Seitenansicht des Hauptgebäudes
Seitenansicht des Hauptgebäudes