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KI

Erfolgreicher Pilot des „AI Architect in Residence“-Programms bei TuTech Innovation

von MAYKA ENGELMANN am 11.05.2026

Wie priorisiert man drei vielversprechende KI-Ideen, wenn alle sinnvoll erscheinen? Wie entscheidet man, welche Prozesse sich wirklich für KI eignen und welche nur auf den ersten Blick danach aussehen? Und wie verhindert man, dass Künstliche Intelligenz im Unternehmen ein weiteres Buzzword bleibt oder ineffizient eingesetzt wird?

Mit genau diesen Fragen startete Ende 2025 das neue AI Architect in Residence Program der Hamburg Media School in seine Pilotphase. Gemeinsam mit der TuTech Innovation GmbH wurde ein Format erprobt, das KI nicht theoretisch diskutiert, sondern professionell in die Strukturen des eigenen Unternehmens integriert.

AI Architect in Residence HMS KI Experte Mario Ottmann

Ein Perfect Match für das Vorreiterunternehmen TuTech Innovation

TuTech Innovation, als Transfergesellschaft der TU Hamburg an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Innovation tätig, bot dafür ideale Voraussetzungen. Hier werden Forschungsprojekte begleitet, Förderanträge strukturiert, komplexe Innovationsvorhaben koordiniert. Wissensintensive Prozesse, zahlreiche Schnittstellen und hohe Dokumentationsanforderungen prägen den Alltag. Genau dort sollte der KI-Architekt ansetzen.

Für knapp eine Woche arbeitete Mario Ottmann, Dozent der Hamburg Media School und erfahrener KI-Experte, direkt vor Ort im Unternehmen. Seine Rolle als KI-Architekt unterschied sich bewusst von klassischer Beratung. Ottmann wurde vorübergehend Teil der Organisation mit Blick von außen, doch mitten im operativen Geschehen. „Das war wirklich ein Perfect Match und hat uns meilenweit nach vorn gebracht“, sagt Geschäftsführer Martin Mahn.

Wo kann KI echten Mehrwert schaffen und endet nicht nur als Buzzword?

Bereits im Kickoff mit der Geschäftsführung wurde deutlich, dass es nicht um technologische Machbarkeit allein gehen würde. Die zentrale Frage lautete: Wo kann KI bei TuTech echten strategischen Mehrwert schaffen? Und wo wäre ihr Einsatz zwar technisch möglich, doch organisatorisch nicht sinnvoll? Diese Differenzierung war entscheidend. KI sollte nicht eingeführt werden, weil sie verfügbar ist, sondern weil sie konkrete Probleme löst.

In den darauffolgenden Tagen analysierte der KI-Architekt gemeinsam mit dem Team bestehende Prozesse, identifizierte wiederkehrende Muster und untersuchte Schnittstellen zwischen Menschen, Daten und Systemen. Schnell zeigte sich, dass die größten Potenziale nicht in visionären Großprojekten lagen, sondern in alltäglichen Engpässen. Die Strukturierung umfangreicher Antragsunterlagen, die Vorbereitung von Projektbriefings oder die Konsolidierung verteilter Wissensquellen kosteten regelmäßig Zeit und Energie. Insgesamt wurden drei konkrete Use Cases definiert, die sowohl strategisch relevant als auch realistisch umsetzbar waren.

Ein besonderer Fokus lag auf dem Thema KI-Agenten. Anders als klassische KI-Tools arbeiten diese nicht nur auf Zuruf, sondern können eigenständig vorbereitende Aufgaben übernehmen, Informationen recherchieren oder Inhalte strukturieren. Gemeinsam wurde ausgelotet, wo solche Systeme perspektivisch unterstützen könnten – etwa bei der Voranalyse von Förderprogrammen, bei der systematischen Aufbereitung von Projektdaten oder bei der Erstellung standardisierter Dokumente. Ziel war dabei nicht die sofortige Implementierung fertiger Lösungen, sondern der Aufbau eines gemeinsamen Verständnisses für Möglichkeiten, Grenzen und Voraussetzungen.

Mit klarem KI-Fahrplan in die Zukunft

Am Ende des Piloten stand kein theoretisches Konzeptpapier, sondern ein klarer Fahrplan. Welche Anwendungsfälle lassen sich kurzfristig testen? Wo braucht es Vorarbeit in Bezug auf Datenqualität oder Prozessklarheit? Welche Kompetenzen müssen intern aufgebaut werden, um KI nachhaltig zu integrieren? HMS-Dozent Mario Ottmann half dabei, diese Fragen strukturiert zu beantworten und Prioritäten festzulegen.

Der Pilot bei TuTech Innovation machte deutlich, dass KI-Integration kein Plug-and-Play-Projekt ist. Sie beginnt mit Analyse, braucht ein gemeinsames Verständnis im Team und erfordert eine klare strategische Einordnung. Externe Expertise hilft dabei, blinde Flecken sichtbar zu machen und neue Anwendungsmöglichkeiten zu erkennen, die im Tagesgeschäft oft verborgen bleiben. Gleichzeitig bietet ein klar begrenztes Pilotprojekt einen sicheren Rahmen, um erste Schritte zu gehen, bevor größere Investitionsentscheidungen getroffen werden. Selbst in wenigen Tagen lässt sich viel in Bewegung setzen und wichtige Grundsteine legen.

Für die Hamburg Media School ist das Programm konsequent in der eigenen Tradition verankert: als Brücke zwischen Theorie und Praxis. Es ist kein weiteres Seminar zur Künstlichen Intelligenz, sondern ein strukturierter Unternehmens-Kickstart. Dort, wo KI nicht nur diskutiert, sondern konkret verankert wird – mit einem KI-Architekten, der Strategie, Prozesse und Technologie zusammenführt.

Werde Teil des AI Architect in Residence Program!

Der erfolgreiche Pilot legt die Grundlage für weitere Kooperationen. Unternehmen, die KI nicht nur verstehen, sondern strukturiert integrieren wollen, erhalten mit dem AI Architect in Residence Program ein Format, das genau diesen Übergang gestaltet. Nicht als Hype, sondern als handfester Entwicklungsschritt in Richtung zukunftsfähiger Organisation. Ihr wollt selbst eine zielgerichtete KI-Einführung in Eurem Unternehmen generieren? Fragen rund um das das AI Architect in Residence Program beantwortet gerne Sara Mitrovic, Program Manager Executive Education der Hamburg Media School: s.mitrovic@hamburgmediaschool.com

Weitere Formate und individuell maßgeschneiderte Weiterbildungen findet Ihr hier.