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DIGITAL- UND MEDIENMANAGEMENT / STUDIUM

Ein Jahr im MBA-Studium der HMS: Mehr als nur ein neuer Stundenplan

von GRETA BAUM am 02.09.2026

Als ich im Oktober 2025 mein MBA-Studium an der Hamburg Media School angefangen habe, war sehr vieles neu. Ein neues Studium, eine neue Stadt, neue Menschen, neue Themen und da wurde mir ziemlich schnell klar, dass das Studium wahrscheinlich um einiges intensiver wird, als ich es mir vorgestellt hatte. Hier lest ihr meinen Rückblick auf das erste Studienjahr.

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Als die Comfort-Zone plötzlich weg war

Der MBA Digital- und Medienmanagement klingt auf dem Papier erst einmal nach Strategie, BWL, Medien, Management, Digitalisierung und vielen spannenden Einblicken in unterschiedliche Branchen. Und genau das ist er auch. Aber was auf dem Papier so strukturiert klingt, fühlt sich im echten Studienalltag manchmal erst einmal ganz anders an. Das heißt nämlich vor allem viele neue Inhalte, volle Tage, Gruppenarbeiten, Präsentationen, Deadlines und für mich auch wieder Klausuren. Etwas, das ich in dieser Form gar nicht mehr gewohnt war. Gerade am Anfang war das nicht immer einfach. Bei manchen Themen hatte ich das Gefühl, andere wüssten schon viel genauer, worum es geht. Manche hatten viel Vorwissen, mehr Erfahrung mit bestimmten Begriffen oder einfach schon einen besseren Zugang zu Fächern, die für mich komplett neu waren. Das kann verunsichern und hat es auch. Vor allem, wenn man selbst noch versucht einzuordnen, was gerade eigentlich alles passiert. Denn nach drei Jahren Bachelor-Zeit seine Comfort-Zone zu verlassen, ist manchmal schwieriger als gedacht.

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24 Köpfe, 24 Stärken – wie unser Jahrgang zusammenarbeitet

Was mir aber relativ schnell auffiel, ist, dass ich damit nicht allein war. Vielleicht hatte nicht jede Person dieselben Unsicherheiten, aber jede hatte ihre eigenen. Und genau darin liegt, glaube ich, eine der größten Stärken unseres Jahrgangs. Wir sind 24 Studierende mit sehr unterschiedlichen Hintergründen, Interessen und Erfahrungen. Das bedeutet auch, dass nicht alle alles gleich gut können. Aber irgendjemand kann meistens genau das, woran jemand anderes gerade hängt.

Mit der Zeit ist daraus ein echtes Miteinander entstanden. Es wird erklärt, nachgefragt, geteilt, motiviert und manchmal auch einfach gemeinsam kurz verzweifelt. Wenn jemand in einem Bereich besonders stark ist, hilft das oft der ganzen Gruppe. Und wenn man selbst irgendwo nicht weiterkommt, ist meistens jemand da, der sagt: „Komm, wir schauen uns das gemeinsam an.“

Das klingt vielleicht selbstverständlich, ist es aber nicht. Gerade in einem intensiven Studium, in dem man viel Zeit miteinander verbringt, könnte auch Konkurrenz entstehen. Bei uns fühlt es sich aber eher so an, als würden sich die unterschiedlichen Stärken gegenseitig auffangen. Die einen denken strategisch, andere kreativ, manche analytisch, manche besonders praxisnah. Und oft wird ein Thema erst dadurch wirklich greifbar, da viele verschiedene Perspektiven einfließen.

Natürlich heißt das nicht, dass immer alles leicht ist. Es gibt Themen, die einem mehr liegen, und andere, bei denen man sich wirklich durchbeißen muss. Es gibt Tage, an denen der Kopf beinahe zu platzen droht, und Momente, in denen man sich fragt, ob man das alles so hinbekommt. Aber meistens geht es dann doch irgendwie. Mit Unterstützung, ein bisschen Reinbeißen, Kaffee und der Erkenntnis, dass nicht alles sofort perfekt sein muss. Und wenn etwas mal nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat, ist das auch kein Weltuntergang, auch wenn ich mir das oft genug auch noch sagen muss.

DMM27 Recap Gruppe Party

Freundschaften, die mehr sind als Zweckgemeinschaften

Neben den fachlichen Einblicken ist für mich vor allem das Zwischenmenschliche das Beste. Ich hätte nicht gedacht, dass man in einer neuen Stadt so schnell so enge Verbindungen aufbauen kann. Natürlich hilft es, dass wir viel Zeit miteinander verbringen. Sehr viel Zeit. Man sitzt zusammen in der HMS, arbeitet an Projekten, lernt für Prüfungen, trinkt Kaffee in der Studi-Kaffeeküche und sieht sich manchmal häufiger als ich meine Eltern. Aus diesem ständigen Zusammensein ist aber mehr geworden als nur ein Studienalltag. Es sind Freundschaften entstanden, die sich nach deutlich mehr anfühlen als nach Zweckgemeinschaften. Menschen, mit denen man nicht nur über Abgaben spricht, sondern auch über Zweifel, Pläne, Party, das Leben und alles dazwischen.

Auch Hamburg als neues Zuhause gehört für viele von uns zu diesem ersten Jahr dazu. Einige wenige kannten die Stadt schon, viele sind neu hergezogen. Zwischen Anwesenheitspflicht, Werkstudierendenjob und Gruppenarbeiten bleibt nicht immer so viel Zeit wie gewünscht übrig, um diese große Stadt zu erkunden und zur Eigenen werden zu lassen. Vielleicht ist genau deshalb die Vorfreude auf den Sommer gerade ziemlich groß.

Was bleibt nach neun intensiven Monaten

Drei Monate vorlesungsfreie Zeit klingen nach diesen intensiven neun Monaten fast ein bisschen unwirklich. Für manche heißt das Praktikum machen, Berufserfahrung sammeln oder auch neue Projekte angehen. Für andere bedeutet es vielleicht auch einfach, einmal durchzuatmen und Hamburg nicht nur zwischen Uni, Supermarkt und Schreibtisch zu erleben.

Wenn ich auf dieses erste Jahr an der HMS zurückblicke, denke ich nicht nur an Module, Prüfungen oder Präsentationen. Ich denke daran, wie viel man in kurzer Zeit lernen kann, klar fachlich, aber auch über sich selbst. Ich denke daran, wie es ist in Themen hineinzuwachsen, die anfangs fremd wirken. Und daran, wie wichtig es ist, Menschen um sich zu haben, die einen dabei nicht allein lassen.

Ein Jahr HMS bedeutet für mich deshalb nicht, alles sofort verstanden oder immer souverän gemeistert zu haben. Es bedeutet eher, sich auf Neues einzulassen, Unsicherheiten auszuhalten, Hilfe suchen und anzunehmen und gemeinsam weiterzukommen. Und vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erfahrungen, dieses ersten Jahres: Man muss nicht alles sofort können, solange man Menschen um sich hat, mit denen man gemeinsam da durchgeht.