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INTERNATIONALES / AUSLAND TRIMESTER

Head Up and away – unsere Studierenden im Auslandstrimester erzählen.

von JONATHAN BENIRSCHKE am 23.10.2019

Zwischen erstem und zweiten Studienjahr nutzen viele Studierende aus dem Fachbereich Digital- und Medienmanagement noch mal die Gelegenheit, ins Ausland zu gehen.
Fremde Welten, Kulturen und Studienbedingungen kennenlernen. Den eigenen Horizont erweitern. Mit Kommilitonen rund um den Globus studieren. Weltweit Freunde fürs Leben finden. Es gibt so viele gute Gründe für ein Trimester in der Ferne.
Wir haben unsere fernwehgetriebenen HMSler mal nach ihren Erfahrungen befragt.
Jonathan, erzähl und mal was verwirrendes!
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“Double America” by Glenn Ligon in “The Broad” Museum, Los Angeles

Ok! Ich habe mich entschieden ein Trimester oder Term an der University of California Los Angeles zu verbringen. Die UCLA ist inzwischen die beste öffentliche Universität der Vereinigten Staaten und hat damit vor kurzen die UC Berkley abgehängt.
Sie feiert 2019 ihr einhundertjähriges Bestehen und auf diese unfassbar lange Geschichte ist man hier furchtbar stolz. Mich beeindruckt das Jährliche Forschungsbudget von einer Milliarde Dollar fast mehr. Hauptsächlich wird die Uni übrigens von Department of Defense finanziert sowie die anderen öffentlichen Universitäten. Das fand ich persönlich sehr interessant und das exorbitant hohe Rüstungsbudget der USA etwas relativierend.
Da ich ohnehin den großen Teich überqueren musste, um nach Kalifornien zu gelangen, habe ich vorher noch einen Abstecher nach Mexiko gemacht. Mexiko ist auch ein wunderbares und faszinierendes Land, aber dieser Reisebericht führe jetzt zu weit vom Kurs ab. Wenn man von Süden aus die Westküste hinauffliegt bieten sich großartige Ausblicke. Man kann zunächst den Golf von Kalifornien und den zu Mexiko gehörigen Bundesstaat Baja California sehen, welcher eine wunderschöne Halbinsel ist. Dann kommt der gigantische Pazifik in Sicht und kurz darauf noch etwas schier Endloses. Die Mega-City Los Angeles! (knapp 17,8 Millionen Einwohner in der erweiterten Metropolregion „Greater Los Angeles Area“.)
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Halbinsel Baja California und Golf von Kalifornien, dahinter Pacific Ocean

Ich wurde unheimlich nett am Tom Badley Internation Terminal des LAX Flughafens willkommen geheißen. Zuerst hatte ich eine nette Unterhaltung über Mexiko mit einem Wechselbüromitarbeiter der zufällig aus Mexiko kam. Wir plauderten etwas und er machte mir wohlwollende Komplimente für mein miserables Spanisch. Ich wechselte meine restlichen Pesos in meine ersten Dollar und holte mir direkt mal einen Bagel. Alle in der Schlange vor mir bezahlten mit Kreditkarte und als dran war und mit einem 20-Dollar Schein meinen 3,39$ (+Taxes!) Bagel bezahlen wollte war das Durcheinander groß. Es wurde hin- und her getippt und mehrmals storniert. Der junge Mann an der Kasse war wohl neu in diesem Business. Schlussendlich wurde der soziale, passiv- aggressive Druck der längerwerdenden Schlange zu groß und ich bekam einen wahllosen Betrag von knapp 19 Dollar zurück. „That must have been the best trade deals in the history of trade deals, maybe ever.” (Hoffe der neue Mitarbeiter wird deshalb nicht direkt impeached.)
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Erlösende Botschaft nach knapp zwei Stunden warten für „immigration and customs“

Ein guter Freund meiner Familie holte mich vom Flughafen ab während ich leicht triumphieren meinen Bagel genoss und damit meine einzige Mahlzeit dieses Tages. Fliegen ist auch nicht mehr das was es mal war.
Die erste Woche wohnte ich bei besagtem Freund im Bezirk Westwood, direkt bei der UCLA. Von dort aus konnte ich viel Administratives erledigen. Der UCLA Campus ist eine kleine Stadt für sich. Der untere Teil wird allgemeine „the Village“ genannt oder auch Westwood-Village. Dort sind viele Kaffees, Restaurants, Kinos und Shops und dort finden auch Konzerte und Prämieren statt. Beispielsweise die des Braking-Bad Films „El Camino“. Zur dieser Prämiere stand der Originale RV (das Wohnmobil) von Braking Bad vor dem Kino. Ich wurde nicht in die Nähe gelassen als ich mich ohne Smoking und mit Uni-Gepäck mal umschauen wollte. Anscheinend braucht man für sowas Einladungen. Too bad.
Der Repräsentative Teil der UCLA, die „alten“ Gebäude wo die Vorlesungen stattfinden befindet sich, die Berge hinauf, in Richtung Beverley Hills, Holmby Hills und Bel Air. Ich habe Seminare in drei verschiedenen Gebäuden. Eines in der „Lurskin School for Public Affairs“, ein weiteres in der „Rolfe Hall“ – welche zum juristischen Komplex gehört, und eine weitere in der großen „Royce Hall“. Besonders letztere freut mich, denn es ist das größte und repräsentativste Gebäude der UCLA.
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Die Royce Hall fertiggestellt 1929 und damit ältestes und berühmtestes Gebäude der UCLA

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: Neuromanische Arkaden der Royce Hall, angelehnt an die Basilika Sant’Ambrogio in Mailand

Ich bin in dem Programm „General Business Studies with Focus in Entrepreneurship“ gelandet. Wenn mein kommunikationswissenschaftliches Bachelor-Ich mich jetzt sehen würde, würde es mich sicher im feinsten britisch englisch Fragen: „Oi, the f**k you doin, mate?“ und würde die Verwirrung verstehen, doch ich hätte eine Antwort parat, in kalifornischem Slang.
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„the f**k you doin?!”

Mehr über Land und Leute, meine Kurse, meine Entrepreneurship getränkten Tagträume, fantastische Ausflüge und grauenhafte Bierpreise im nächsten Teil! Danke fürs Lesen.