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Fünf Fragen an... Andreas Spiegler

Andreas Spiegler

Andreas Spiegler (33) arbeitet als Produkt- und Innovationsmanager bei brand eins. Außerdem ist er Mitglied im nextMedia.Beirat. Er bloggt seit der Schulzeit, hat Wirtschaftsinformatik studiert und war lange Zeit als UX-Designer und Berater für IBM tätig. Den Einstieg in die Medienwelt machte er bei XING, wo er das Produktmanagement aller redaktionellen News-Angebote verantwortete.

Du arbeitest bei brand eins als Produkt- und Innovationsmanager. Was sind deine Aufgaben in diesem Job?

Ich mache meinen Job gut, wenn wir als Unternehmen kluge Produkte entwickeln, die unseren Nutzer*innen dabei helfen selbstbestimmt zu leben. Hierfür unterstütze ich unsere Teams die richtigen Entscheidungen zu fällen, bringe sich ergänzende Menschen zusammen, entwickle mit der Geschäftsführung passende Geschäftsmodelle und stelle sicher, dass wir auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.

Ein konkretes Beispiel aus deinem Alltag bitte!

Wir sprechen momentan viel mit Menschen über ihre aktuelle Herausforderungen während der Pandemie. Wir hören zu und lernten, dass der Austausch mit Gleichgesinnten immer wichtiger wird. In interdisziplinären Teams entwickeln wir nun mit Redakteur*innen, Designer*innen, Entwickler*innen und unterschiedlichen Fachexpert*innen unterstützende Formate. Ich verantworte die Produktvision, priorisiere die Funktionalitäten und stelle sicher, dass am Ende ein Produkt entsteht, das Menschen in den gewünschten Dialog bringt.

Warum ist das Thema User Experience so wichtig?

Sie beschreibt die Erfahrung, die eine Kundin oder ein Kunde mit unseren Angeboten hat. Löst das Produkt mein Problem? Verstehe ich, wie es das tut? Und entspricht die Erfahrung meinen persönlichen Werten? Dies stellen wir sicher, indem wir Nutzer*innen früh einbinden und ihr Feedback im Entwicklungsprozess aufgreifen. Gleichzeitig sehe ich es aber auch als Aufgabe der User Experience die Haltung einer Marke erlebbar zu machen. Denn darüber entsteht Nähe und Identifikationsfläche.

Was zeigt dir deine Erfahrung: Wie konsumieren Menschen heute Medien und Inhalte?

Nach Bedarf. Es gibt keine feste Zeit oder keinen festen Ort. Inhalte müssen hochwertig sein und im passenden Format zur Verfügung stehen. Leider wird zu oft über Kanäle und Plattformen diskutiert – anstatt sich den Kontext der Konsument*innen anzuschauen. Die Einstiegshürde muss klein sein, die Sprache verständlich und der Nutzen klar erkennbar. Die persönliche Relevanz führt zur Kaufentscheidung.

Wo geht die Reise noch hin? Welche Innovationen kündigen sich bereits an?

Ich beobachte mit großer Neugier die Chancen von Gemeinschaften. Sie erlauben Medienmarken eine Beziehung mit ihren Nutzer*innen einzugehen und geschützte Räume für Dialoge zu schaffen. Vor allem kleine Unternehmen und Einzelpersonen können heute in kurzer Zeit mit simplen Tools treue Communities aufbauen.