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Ein kleiner Survival Guide für alle NeuhamburgerInnen

von JOSCA WIJTENBURG am 23.09.2020

Als ich damals nach Hamburg zog, war mir schnell klar, dass ich das bayerische “Servus” jetzt ablegen muss. Aber, dass ich mich mit “Moin Moin” als Zugezogene outete, wurde mir erst später klar. Hier einige Tipps für alle Neuhamburger.

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In wenigen Wochen geht das neue Semester wieder los. Ein Grund nochmal auf die Anfänge zu Blicken und einige Tipps und Tricks für das Überleben in Hamburg zu verraten.

Moin, Moin
In Hamburg gibt es wohl nur zwei Grundregeln bei der Begrüßung. Erstens, “Moin” darf nicht mit “Morgen” gleichgesetzt werden und gilt deshalb zu jeder Tageszeit. Und zweitens, einmal “Moin” genügt. “Moin, Moin” - wie man es aus Niedersachsen und Co. kennt - gilt schon als Gezappel (Übersetzung: Man redet zu viel).

Kleidung für Schietwetter
Das Klischee des Hamburger Wetters, welche dem im England ähnelt, ist ja schon bekannt. Aber wer in Hamburg keine Regenjacke, oder ähnliches besitzt, sollte sich schnell eine besorgen. Und wer jetzt sagt ‘Ein Regenschirm tut es doch auch’, der hat noch nie den windigen Herbst in Hamburg überlebt - da muss der Regenschirm schon stabil sein. Also tut euch einen Gefallen und seid gewappnet.

Ringlinie
Ein Klassiker für Neuhamburger. Die U3 ist eine Ringlinie - fährt also, wie der Name sagt, im Kreis einmal um die Alster. Wer schnellstmöglich zum Hauptbahnhof will, sollte den Einstieg in die U3 zum Hbf vermeiden, wenn er nicht eine Extrarunde um die Alster drehen will. Gefährlich wird diese Bahn auch Abends, denn wer hier einschläft verpasst vermutlich seine Station und braucht doppelt so lang nach Hause.

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Wohnungssuche
“Ich werd’ schon was finden. In Berlin geht das auch so”, sagte der naive Student und begann erst zwei Wochen vor dem Studienstart mit der Wohnungssuche. Da sind Chaos und schlechte Laune schon vorprogrammiert. Der Wohnungsmarkt in Hamburg ist hart - der WG Markt leider nicht anders. Wer also ein bezahlbares Zimmer in einer guten Lage haben will, der sollte frühzeitig mit der Suche anfangen. WG gesucht, Gruppen in den Sozialen Medien und das HMS-Netzwerk können hier hilfreich sein.

Hamburger
Hamburger können zu Beginn etwas kühl wirken, wenn man sie jedoch kennenlernt sind sie sehr herzlich - harte Schale, weicher Kern. Was man aber vermeiden sollte, ist sich zu schnell als Hamburger zu benennen. Diese Bezeichnung nehmen einige nämlich sehr ernst. So don’t do it.

Witzige U-Bahn-Stationen
Sachen witzig zu finden, ist total okay, aber jedes Mal wieder über die gleichen Stationen zu lachen, ist übertrieben. Denn davon hat auch Hamburg ein paar - “Mümmelmannsberg”, “Schlump”, … . Also einmal laut lachen und jeder weiß, du bist zum ersten Mal dort.

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Die Stadt bei Tag und Nacht
Jeder Student, der schonmal in einer größeren Stadt gewohnt hat, weiß diese Dinge vermutlich, aber ich sage es trotzdem. Erstens, an einem Samstag in der Innenstadt gemütlich zu bummeln ist unmöglich - außer man findet Menschenmassen entspannend. Zweitens, in Hamburg ist ein Fahrrad oft Goldwert. Aber man sollte es niemals in der Innenstadt stehen lassen, ansonsten kann man es gleich verschenken. Drittens, das Nachtleben in den Clubs startet nicht vor Mitternacht. Ach ja, und keine Bauchtaschen auf der Reeperbahn, liebe Mädels. Ihr könntet mit Frauen in der Herbertstraße verwechselt werden.

Damit ein herzliches Willkommen in der schönen Hansestadt Hamburg.