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STUDIUM / ALUMNI

Auf ein Bier mit Josephine Ludewig und Arzu Gül von PULSE ADVERTISING

von JONATHAN BENIRSCHKE am 24.06.2019

Bei dem Format "Auf ein Bier mit..." setzen sich die Studierenden mit Alumni zusammen und können in lockerer Runde alle ihre Fragen stellen. Diesmal waren Arzu Gül und Josephine Ludewig da, die beide in der Agentur "PULSE ADVERTISING" im Bereich Influencer-Marketing Arbeiten.
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Josephine Ludewig (MM16), Senior Campaign Manager und Arzu Gül (EMBA16), Key Account Manager bei PULSE ADVERTISING

Das Agenturleben kann alles sein. Es kann total schrecklich und doch lehrreich sein, oder lehrreich und super angenehm. Es kann genau das richtige für einen sein oder eben eine Straße, von der man die nächstmögliche Ausfahrt nehmen sollte. Es kommt auf unterschiedliche Faktoren an. Wir fragen worauf es ankommt, schnappen uns ein kühles Bier und sitzen in familiärer Atmosphäre in einem Kursraum der Finkenau.

Arzu Gül ist Key Account Manager bei PULSE ADVERTISING und hat an der Hamburg Media School den EMBA in Medienmanagement gemacht. Josephine Ludewig, kurz Josy, ist inzwischen Senior Campaign Manager bei der gleichen Firma, hat aber den Vollzeit MBA absolviert. Was diese beiden erfolgreichen Managerinnen umtreibt ist vor allem Influencer Marketing, denn PULSE ADVERTISING ist eine globale Influencer Marketing Agentur. Sie wurde 2014 in Hamburg gegründet und expandierte schnell nach Italien, England und in die USA. Die Agentur hat fest vor auch weitere Länder und Märkte zu erschließen. Josy und Arzu sind viel mit Influencern beschäftigt, aber grundsätzlich bietet PULSE allgemein digitale Kampagnen an.

Wenn man sich die Website aufmerksam anschaut, besonders den Abschnitt wo das Team vorgestellt wird, könnte man auch zu dem Schluss kommen, dass es sich um eine Model Agentur handelt. Aber es scheint einfach nur Wert auf gute Bilder gelegt zu werden und das ist natürlich in der Brache wichtig. Des Weiteren scheint ein signifikanter Teil der Belegschaft aus Hunden zu bestehen. Diese tragen Titel wie: „Chuck – Barketing Manager“ oder „Kaia – Chief Exekutive Attention Seeker“. Ich find’s lustig. Man gewinnt den Eindruck, dass bei PULSE auch während der Arbeit Bier getrunken wird. Firlefanz, zurück zum Inhaltlichen:

In der Runde wird diskutiert, welche Vor- und Nachteile es hat, in einer dynamischen Agentur anzufangen, gegenüber einem großen Konzern. Beim Einstiegsgehalt gewinnt der Konzern, aber Josy sagt aus eigener Erfahrung, dass die Entwicklungsmöglichkeiten bei einer Agentur super sein können. Ihr haben sich schnell Aufstiegschancen geboten, da sie von Anfang an viel geleistet hat und motiviert war.

Das erste Bier nähert sich dem Ende und schon werden die großen Fragen aufgeworfen. „Was will man im Leben machen, wenn alles gleichermaßen bezahlt werden würde?“ oder „Machen wir uns noch ein Bier auf?“. Alle sind sich einig, dass beide Fragen von großer Bedeutung sind. Die eine Frage war aber leicht und schnell beantwortet und so wird weiter sinniert. „Bin ich eher Spezialist, oder Generalist?“ oder „Habe ich überhaupt bock Führungsaufgaben zu übernehmen?“ sind Fragen, die uns die beiden Gäste von PULSE stellen. Darüber sollte man nämlich nachdenken, bevor man nach dem Abschluss eine Entscheidung trifft. Aber wenn man dann doch irgendwo landet, wo es einem nicht gefällt, dann kann man immer wechseln. Wichtiger Tipp: Auch wenn man die Probezeit irgendwo durchgehalten hat, aber einfach spürt, dass dieser Job keinen Spaß macht, dann sollte man sich nicht scheuen einfach zu gehen und sich umzuorientieren. Auch hier wird wieder aus eigener Erfahrungen gesprochen.

Alle sind von den nützlichen Hinweisen für die berufliche Zukunft ganz beseelt und ein bisschen vielleicht auch vom Bier. Einige wichtige Schlüsselbotschaften von Arzu und Josy möchte ich aber hier noch ans Ende stellen. Man muss sich nicht tot arbeiten um Karriere zu machen. Falls man in ein Start-Up geht, hört der Arbeitstag nicht auf – man hat nie alles erledigt. Man muss sich seine Kapazitäten einteilen. Wenn ihr merkt, ihr arbeitet nicht in der richtigen Branche oder Firma, orientiert euch um – wir sind keine Sklaven. Und schließlich, wenn Ihr unsagbar viel Geld machen wollt, werdet Influencer. Das hört sich zwar sehr ähnlich an wie eine Infektionskrankheit, aber mit genügend Reichweite kann man Millionen von Euro einsacken, wenn man sich zusammen mit einem neuen Shampoo ablichten lässt. Impfungen gibt es nicht.

Wir bedanken uns herzlich bei Josephine Ludewig und Arzu Gül für den Besuch und den Umtrunk. War witzig.