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STUDIUM

betahaus Hamburg: Wie wird Vernetzung zum Geschäftsmodell?

von ULRIKE OTTO am 29.06.2015

Wer das betahaus nicht kennt, muss unbedingt mal einen Blick hineinwerfen. Die Atmosphäre wird gefallen. Es ist ein hipper Ort des Austauschs, des Arbeitens und Lernens, in dem sich inspirierende Lautstärke und stille Konzentration von Raum zu Raum abwechseln. Das betahaus Hamburg ist ein Co-Working Space, in dem Einzelarbeitsplätze, Büros und mehr zum Festpreis gemietet werden können. Startups wie Leev, Veloyo und Three-Headed-Monkeys haben im Moment ihr Büro vor Ort.
Betahaus hamburg

Das Logo des betahaus hamburg

Lars Brücher, Gründer und Geschäftsführer, war an der HMS zu Gast, um von dem Prozess des betahauses zu erzählen. Gegründet 2010 aus einer Initiative, hatte Version 1 des Unternehmens noch ein anderes Konzept, welches nicht so erfolgreich war. 2013 musste Insolvenz angemeldet werden. Damals standen Lars Brücher und seine Mitgründer vor der Wahl: Den Traum vom betahaus begraben oder mit neuem Konzept weitermachen. Sie entschieden sich für letzteres, zugunsten ihrer Vision, Arbeit und Vernetzung für jeden zu ermöglichen.

Mit einer günstigeren Flatrate und weitaus größeren Räumlichkeiten vollzog das betahaus 2 2014 einen glanzvollen Start. Heute ist es viel mehr als nur ein Ort zum Arbeiten. Der Gedanke der Vernetzung ist überall präsent und wird durch Events wie betabreakfast oder betaclub weiter unterstützt.

Nur durch das betahaus kommen Geschichten wie von Protonet zustande. Protonet bietet einen sicheren Clouddienst mit eigener Hardwarebox, und traf während des Arbeitens das Startup Three-Headed Monkeys, das sich auf Storytelling spezialisiert. Letztere halfen, den eigenen Pitch mit einer Geschichte zu unterlegen, und so gekonnt den USP zu vermitteln. Für die eher technische Firma Protonet war dieser Ansatz der Produktpräsentation eine Offenbarung, mit der sie bis heute pitchen. Ungefähr gelichzeitig vernetzte sich Protonet am Tisch gegenüber mit einen Berater. Durch ein einziges Gespräch konnte das Startup seinen Unternehmenswert neu verstehen, und erfolgreich bei Seedmatch Geld einsammeln.

Dies ist nur eine von vielen Geschichten, wie sie täglich im betahaus passieren.

Als nächsten Schritt plant Lars Brücher eine engere Kooperation mit den anderen betahäusern in Europa. Diesen Sommer werden die Räumlichkeiten auf 2000qm ausgeweitet. Der Bedarf besteht, da zum Beispiel der neue Hamburger Accelerator next.media miteinzieht. Lars Bücher wünscht sich vor allem noch mehr Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen, um noch mehr Potenzial zum Vernetzen anbieten zu können.

betahaus Hamburg

Eifflerstr. 43

22769 Hamburg