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PRAXIS / PRAXISPROJEKTE

HMS - demnächst im Kino?

von CHRISTINE KREUZKAM am 01.07.2019

Drei Monate Kinoluft schnuppern - in ihrem Praxisprojekt für Warner Bros. haben sich unsere Studierenden mit dem Kinomarkt auseinandergesetzt, Probleme analysiert und am Ende konkrete Handlungsempfehlungen gegeben. Hier beschreiben sie selbst, wie das Projekt gelaufen ist.
P Raxisprojekt W Arner

v.l.n.r.: Praxisprojektebetreuerin Ulrike Meier und die MBA-Studierenden Nadine Baur, Kristina Junge, Ramona Jäckle

An dieser Stelle würden wir jetzt gerne einen großartigen Trailer über die HMS einspielen, produziert von Warner Bros. - aber leider war für die Produktion unseres Blockbusters keine Zeit mehr. In den vergangen drei Monaten waren wir nämlich voll und ganz mit einer Strategieentwicklung für die Warner Bros. Entertainment GmbH beschäftigt.

Unser Projektauftrag

“Die kritische Kinomarkt-Zielgruppe im Alter von 14 bis 29 Jahren analysieren” - praktisch, dachte sich das Projektteam aus MM19 - bestehend aus Nadine Baur, Ramona Jäckle und Kristina Junge -, das sind ja quasi “wir selbst”. Doch so einfach war der Projektauftrag dann doch nicht.

Projektumsetzung und Methode
Das Ziel war es, die vorher festgelegte Zielgruppe auf ihre Gewohnheiten im Alltag sowie ihren Bezug zu Kinobesuchen zu untersuchen. Wir wollten herauszufinden, wieso das Durchschnittsalter der Kinobesucher immer höher wird, und die Besucherzahlen drastisch sinken. Wie präsent Kino für uns noch ist, haben wir uns zunächst selbst überlegt. Um diese Überlegungen jedoch empirisch belegen zu können, wurde in Zusammenarbeit mit Warner Bros. sowie deren Marktforschungsagentur ein Fokusgruppeninterview mit der festgelegten Zielgruppe durchgeführt. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf Teilnehmern, die nahezu gar nicht mehr ins Kino gehen. Wir hatten uns spannende Einblicke sowie aussagekräftige Argumente gegen einen Kinobesuch erhofft, doch letztendlich wurde größtenteils bestätigt, was wir vorab bereits angenommen hatten: Die Motivation, “mal wieder ins Kino zu gehen” lässt sich direkt kaum verändern, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis eines Kinoabends ist in den Augen der finanziell eingeschränkten Zielgruppe nicht gerechtfertigt. Auch die Möglichkeit, Filme auf VoD-Plattformen jeder Zeit “kostenlos” abrufen zu können, scheint heutzutage verlockender zu sein.

Das Projektergebnis

Dennoch wollten wir die Problematik so nicht hinnehmen, und haben uns überlegt, wie man dem aktuellen Negativtrend entgegenwirken kann. So kam ein Maßnahmenkatalog zustande, der sowohl Warner Bros. selbst, als auch den jeweiligen Kinobetreibern dabei helfen soll, sich in den Köpfen der Jugendlichen neu zu positionieren.

Zu viel verraten wollen wir an dieser Stelle nicht, denn vielleicht wird demnächst tatsächlich das ein oder andere Pilotprojekt im Raum Hamburg umgesetzt. Vielleicht landen wir letztendlich ja doch noch auf den Leinwänden, wenn auch nur über Umwege. Fortsetzung folgt...