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DIGITAL- UND MEDIENMANAGEMENT / ALUMNI INTERVIEWS

Meet the family - Marcus Merheim, Gründer hooman Employer Marketing

von CHRISTINE KREUZKAM am 03.03.2022

Immer wieder fragen wir unsere Alumni, wie sie ihre Zeit an der HMS erlebt haben und was ihnen der MBA-Abschluss gebracht hat. Diesmal: Marcus Merheim, Gründer hooman Employer Marketing.

Marcus Merheim ist seit mehr als 10 Jahren in der HR-Welt unterwegs und setzt sich dabei aus einer Marketingperspektive mit unterschiedlichsten Personalthemen auseinander. Inhaltlich liegt sein Fokus auf Recruiting und Employer Branding sowie New Work und Digitalisierung.

Als Gründer von hooman EMPLOYER MARKETING setzt er an der Schnittstelle von HR und Marketing an. Dabei ist er davon überzeugt, dass Employer Branding seine volle Wirkung als kraftvolles Werkzeug der strategischen Unternehmensführung nur dann entfalten kann, wenn Recruiting & Retention basierend auf einer starken Arbeitgebermarke professionell und vor allem glaubwürdig betrieben werden. Zusätzlich ist Marcus Vorsitzender des Ressorts „Arbeitswelt der Zukunft“ beim Bundesverband Digitale Wirtschaft.

Marcus Merheim

Marcus Merheim hat 2020 den EMBA an der HMS abgeschlossen und wenig später "hooman Employer Branding" gegründet.

Warum hast Du Dich damals für den EMBA in Digital- und Medienmanagement an der HMS entschieden?
Nach meinem Bachelor in International Marketing in den Niederlanden vor vielen Jahren hatte ich immer latent den Wunsch, noch einen Master anzuhängen. Aufgrund des dann doch immer sehr konsumierenden Arbeitsalltags ist die Realisierung dieses Wunsches über die Jahre etwas nach hinten gerückt, bis mein damaliger Arbeitgeber XING Kooperationspartner der HMS wurde – diese Chance habe ich dann genutzt und bis heute keine Sekunde bereut.

Welche anderen Universitäten und Studiengänge kamen für Dich in die engere Wahl?
Natürlich habe ich mich immer mal wieder mit unterschiedlichen Instituten auseinandergesetzt, aber irgendwie ist dabei sowohl inhaltlich wie auch menschlich nie der Funken übergesprungen. Aufgrund meines bisher sehr stark digital und kommunikationsgeprägten Werdegangs machte der EMBA in Digital- und Medienmanagement der HMS inhaltlich sehr viel Sinn, und nach den ersten Gesprächen mit den Verantwortlichen dort fühlte ich mich verstanden und sehr gut behandelt – die Leute sind (auch wenn es merkwürdig klingt) einfach total nett!

Was ist das Besondere an dem EMBA-Programm dort?
Mir ist immer schon eine ausgewogene Mischung von Praxis und wissenschaftlicher Unterfütterung wichtig gewesen – wenn im beruflichen Kontext eine Seite zu stark überwiegt, dann kann das schnell zu einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis führen. Zusätzlich war ich von meiner alten Hochschule in den Niederlanden keine riesigen Hörsäle gewohnt, sondern kleine Arbeitsgruppen, die sich intensiv zu den jeweiligen Themen austauschen können. Das war für mich ein entscheidender Vorteil: Praxisnaher Austausch mit wissenschaftlich fundierten Dozierenden und natürlich auch Kommilitonen.

Wie bis Du mit der Doppelbelastung aus Arbeit und Beruf zurechtgekommen?
Hier muss man mit offenen Karten spielen: Wer denkt, dass dieses Studium ganz entspannt nebenher zu absolvieren ist, der liegt falsch, gerade wenn man in einem fordernden Job tätig ist. Es braucht schon eine Menge Committment, man muss es wirklich wollen, und man sollte in der Lage sein, (für einen wie ich finde sehr überschaubaren Zeitraum) andere Prioritäten setzen. Denn gerade in den Klausurphasen ist die Belastung schon recht hoch, Seminararbeiten und ähnliches sind da schon wesentlich besser zu planen und etwa mit Projektspitzen im Job zu vereinbaren. Zusätzlich bietet die rollierende Blockplanung sehr gute Planungsmöglichkeit, sofern man das jeweilige Jahr im voraus vernünftig strukturiert.

Wie würdest Du Deine Kommiliton*innen im Studiengang beschreiben?
Ich glaube, dass mich meine Kommiliton*innen mental durch das Studium getragen haben. Irgendwie waren wir alle sehr schnell sehr eng miteinander verbunden, jede und jeder hatte eine ganz eigene Lebens- und Berufsgeschichte zu erzählen, und uns alle hat der Antrieb vereint, gemeinsam etwas Großes zu schaffen. So wurde sich dann gegenseitig motiviert, mitgerissen, und natürlich auch hin und wieder schonmal miteinander gefeiert – so wie es sein muss!

Wie hat sich der EMBA auf Deine Karriere ausgewirkt?
Offen gesagt hat der EMBA bei mir den Hunger nach „mehr“ geweckt: Bis zum Studium war ich sehr stark auf meine Marketing- und Kommunikationsthemen fokussiert, das war sozusagen das Zimmer, in dem ich mich am längsten aufgehalten habe. Um in diesem Bild zu bleiben war der EMBA dann der Schlüssel, mit dem ich auch andere Zimmer in diesem Haus aufschließen konnte, und ich muss sagen, dass ich nun gerne im ganzen Haus unterwegs bin. Übertragen auf meine Karriere bedeutet das, dass ich nun das große Ganze wesentlich besser sehen kann und unternehmensinterne Zusammenhänge noch wesentlich besser verstehe. Nach Abschluss meines Studiums bin ich in die Geschäftsführung einer Beratung im Bereich Employer Branding gewechselt, bevor ich dann im Sommer 2021 mit hooman EMPLOYER MARKETING mein eigenes Unternehmen gegründet habe – und heute so erfüllt wie noch nie zuvor arbeite.

Kannst Du das Gelernte im Arbeitsalltag anwenden?
Absolut! In vielen Unternehmen wird „management by gut feeling“ betrieben, also Entscheidungen eher aus dem Bauch heraus getroffen. Aber es gibt beispielsweise eine Menge ganz wundervoller Analyse-, Bewertungs- und Entscheidungsmethoden und -tools, die mir jeden Tag dabei helfen, komplexe Sachverhalte rational und für alle Beteiligten nachvollziehbar zu betrachten. Was ebenfalls hervorgehoben werden sollte ist die inhaltliche Nähe zu Medien-spezifischen Aspekten in annährend allen Modulen, und dies so, dass es sich nie konstruiert anfühlte.

Was sollten Interessierte unbedingt über das Studium wissen?
Einerseits ganz klar, dass das Studium enorm die Sichtweite erhöht und Studierende dazu befähigt, Themen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Und andererseits, dass es nicht nur ein Studium ist, sondern dass man (sofern man sich darauf einlässt) auch ein ganz wundervolles Netzwerk hinzugewinnen kann – und das in Hamburg, einer der wichtigsten Medienstädte in Deutschland!

Wem würdest Du zu dem Studium raten, wem eher nicht?
Ein Interesse an Wirtschaftsthemen gepaart mit Neugierde für die unterschiedlichsten Aspekte rund um Medien sind in meinen Augen Voraussetzung für das erfolgreiche Absolvieren des Studiums. Und dann hilft es natürlich, wenn man in der Lage ist (oder noch lernen möchte), immer wieder den inneren Schweinehund zu überwinden. Wenn man es dann geschafft hat, dann ist das Gefühl aber definitiv all die Mühe wert!

Lieber Marcus, wir danken Dir ganz herzlich für Deine Antworten!