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DIGITALER JOURNALISMUS

Studienstart unter Corona im Studiengang "Digitaler Journalismus"

von RONJA RABE am 17.03.2021

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Der neue Jahrgang unseres berufsbegleitenden Masterstudiums "Digitaler Journalismus" konnte im Oktober aufgrund der Coronabedingungen leider nur virtuell ins Studium starten und ist damit die erste Gruppe, die sich bisher lediglich online getroffen hat. Fehlt da nicht etwas? Wie kann man sich so einen digitalen Studienstart eigentlich vorstellen? Wir haben mit den beiden Jahrgangssprechern* gesprochen und ziehen zum Ende des zweiten Trimesters ein erstes Resümee.

Hätten sie die Wahl gehabt, wären die allermeisten viel lieber ins schöne Hamburg gefahren, um wie die Jahrgänge vor ihnen bei der Auftaktveranstaltung ihre Kommiliton*innen kennen zu lernen und am nächsten Tag gemeinsam ins erste Seminar zu starten. „Der Auftakt war aber trotzdem sehr schön und auch feierlich. Wir haben uns über die Willkommenspakete von der HMS gefreut“, erzählt Alessa Brings. Während sie und zwei andere Kommiliton*innen sich schon durch ihre Arbeit bei der Bauer Media Group kannten und befreundet waren, galt es für ihre Mitstudierenden, sich allein ins kalte Wasser zu stürzen und den anderen erst einmal nur vor dem Bildschirm zu begegnen.

Trotzdem klappt die Vernetzung untereinander erstaunlich gut. „Wir sind ein sehr harmonischer Jahrgang. Nach dem zweiten Seminar haben wir eine Whats-App-Gruppe gegründet, in der wir uns austauschen. Am Samstag steht jetzt unsere erste Klausur an und wir teilen unsere Sorgen und klären offene Fragen, damit wir am Samstag gut gewappnet sind. So wind wir uns inzwischen einfach schon sehr vertraut. Also ich habe das Gefühl, dass ich einige schon richtig gut kenne, auch wenn ich sie noch nie in echt gesehen habe. Ein bisschen verrückt“, findet Alessa. Für das Wochenende ist nun ein digitales Pub-Quiz mit der Gruppe geplant, um sich auch privat noch einmal besser kennenzulernen.

Auch die Seminare finden aktuell digital statt. Morgens wählen sich alle ins Zoom-Meeting ein und dann geht es direkt los. Es gibt viele Kleingruppen-Übungen in Breakout-Sessions und virtuelle Whiteboards kommen zum Einsatz. „Die Dozierenden nutzen die digitalen Möglichkeiten einfach sehr gut. Außerdem werden viele Pausen gemacht, da vor dem Bildschirm doch etwas mehr Pausen als vor Ort nötig sind“, erzählt Caspar.

Zwar freuen sich alle schon, wenn wieder Präsenz- oder zumindest Hybrid-Seminare möglich sind, aber der digitale Unterricht bietet auch einige Vorteile. „Klar sind Zettel auf einer Pinnwand oder an der Tafel auch hilfreich, aber mit einem digitalen Whiteboard ist einfach mehr möglich. Die Arbeitsergebnisse kann man direkt abspeichern und als PDF zugänglich machen“, freut sich Caspar. Auch dass der Anfahrtsweg wegfällt, bietet gerade Studierenden, die von weiter weg anreisen, momentan einen Vorteil.

Die Tücken der Online-Lehre auf Distanz kennt dieser Jahrgang nur zu gut, aber mit einigen Tricks kann man auch diese gut meistern. In den Kaffeepausen aufstehen und einmal durchlüften ist für viele eine neue Routine geworden und alte Routinen, wie im Seminar neben den Notizen für bessere Konzentration ein paar Kästchen auszumalen, funktionieren im digitalen wie im richtigen Seminar.

Das Fazit der beiden Jahrgangsprecher* fällt also trotz des etwas anderen Studienstarts ganz gut aus. „Man darf sich nicht abschrecken lassen. Ich habe mich ja beworben, als noch alles seinen Gang ging und Corona kein so großes Thema war. Hätte ich bei der Zusage schon gewusst, dass der Unterricht digital stattfinden muss, hätte ich wahrscheinlich Bedenken gehabt, aber man braucht sich da keine Sorgen zu machen. Klar, das Zwischenmenschliche fehlt etwas, aber das mit dem Studium klappt trotzdem sehr gut und bei der Lehre entdecke ich trotzdem keine Defizite“, stellt Caspar fest und Alessa ergänzt: „Das Aufnahmeverfahren und auch die Begrüßung an der HMS hat nichts an Herzlichkeit verloren. Unsere Studienkoordinatorin Lina ist zum Beispiel auch immer zu 200 Prozent für uns da und das Team lässt sich bei Problemen echt immer etwas einfallen.“

Das Team freut sich mindestens genauso wie die Studierenden, wenn wieder Präsenzseminare stattfinden und die HMS mit mehr Leben gefüllt wird. Dann kann sich der neuste Jahrgang auch endlich ganz real auf ein Feierabendbier treffen. Wer wissen möchte, was die Dozierenden und Mitarbeitenden zur Lehre in der aktuellen Pandemie-Situation sagen, einfach hier klicken: https://www.hamburgmediaschool.com/blog/warum-digital-keine-notloesung-sondern-eine-chance-ist

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