DIGITAL- UND MEDIENMANAGEMENT / STUDIERENDENLEBEN
Neues Jahr und viele Vorsätze: Zeitmanagement im Masterstudium
Der Jahresanfang ist traditionell die Zeit der guten Vorsätze: Vorlesungen sollen konsequent nachbereitet werden, bei der Arbeit möchte man fokussiert bleiben, sportliche Routinen wieder aufnehmen und gleichzeitig Familie und Freund:innen nicht aus den Augen verlieren.
Schnell zeigt sich, dass viele dieser Vorsätze weniger an fehlender Motivation scheitern als an einer begrenzten Ressource: Zeit. Gerade wenn Studium, Job und Privatleben parallel organisiert werden müssen, wird Zeitmanagement zu einer zentralen Fähigkeit.
Besonders nach Pausen oder zum Start ins neue Jahr ist es normal, dass Konzentration und Produktivität nicht sofort auf dem gewohnten Niveau sind. Entscheidend ist, realistisch zu planen und Routinen Schritt für Schritt wieder aufzubauen. Konkrete, alltagstaugliche Methoden helfen dabei mehr als theoretische Idealvorstellungen.
1. Realistisch planen: Überblick statt Überforderung
Ein zu detaillierter Tagesplan führt im Studienalltag oft schneller zu Frust als zu Produktivität. Bewährt hat sich stattdessen eine Wochenplanung, die feste Termine, Lernzeiten und Pausen gleichermaßen berücksichtigt. So entsteht ein realistischer Überblick über das Arbeitspensum. Hilfreich ist die Unterscheidung zwischen Pflicht (z. B. Abgaben, Vorlesungen, Arbeit), Extras (zusätzliche Vertiefungen) und bewusst eingeplanten Pausen. Letztere sind essenziell, um langfristig konzentriert zu bleiben. Zeitpuffer sollten von Beginn an mitgedacht werden – denn Aufgaben dauern im Alltag fast immer länger als geplant.
2. Prioritäten setzen: wichtig vor dringend
Gerade wenn mehrere Projekte parallel laufen, fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Das Eisenhower-Prinzip kann dabei helfen, Aufgaben nach wichtig und dringend zu sortieren und den Fokus auf das Wesentliche zu legen. Ergänzend dazu bietet sich Time Blocking an: Bestimmte Zeitfenster werden klar einer Aufgabe zugeordnet, statt ständig zwischen Themen zu wechseln. Multitasking wirkt zwar effizient, kostet aber in der Praxis Zeit und Konzentration und erschwert nachhaltiges Arbeiten.
3. Routinen etablieren – gemeinsam produktiver arbeiten
Produktivität entsteht selten durch einzelne intensive Lerneinheiten, sondern durch Regelmäßigkeit. Kurze, fokussierte Arbeitseinheiten, etwa mithilfe der Pomodoro-Technik, lassen sich gut in den Alltag integrieren und helfen dabei, wieder in einen produktiven Rhythmus zu kommen.
Um sich gegenseitig motivieren zu können, bietet es sich an, gemeinsam mit Kommiliton:innen Routinen aufzubauen. Verabredungen zum Lernen oder Arbeiten schaffen Verbindlichkeit und erleichtern den Einstieg, gerade in Phasen, in denen die Motivation noch schwankt.
Für den gegenseitigen Austausch und auch für Gruppenarbeiten gibt es für die Studis an der HMS die Möglichkeit, die Räume der Universität auch privat zu buchen. Sie sind jederzeit buchbar und ermöglichen ein flexibles, passendes Lernumfeld – egal ob für gemeinsames Arbeiten, Diskussionen oder Projektabstimmungen. So lassen sich produktive Routinen nicht nur effizient, sondern auch im sozialen Austausch etablieren.
Zeitmanagement im Studium bedeutet letztlich nicht, jede Minute zu verplanen oder alle Vorsätze gleichzeitig umzusetzen. Vielmehr geht es darum, den eigenen Alltag realistisch zu strukturieren, Prioritäten bewusst zu setzen und Routinen zu entwickeln, die sich langfristig durchhalten lassen. Gerade zum Jahresanfang darf man sich dabei auch zugestehen, nicht sofort perfekt organisiert zu sein.
Am Ende zählt nicht der perfekte Plan, sondern ein Alltag, der sich gut anfühlt und genug Raum für Lernen, Austausch und Pausen lässt!
