Digital Journalism

Das Studienangebot Executive Master of Arts in Journalism der Hamburg Media School fokussiert die Digitalisierung im Journalismus.

Die Journalismusausbildung für den digitalisierten Medienmarkt

Journalismuslabor für Digitalexperimente - Berufsbegleitend "Digital Journalism" studieren

Der Journalismus muss sich wandeln und zugleich das Kunststück seiner eigenen Transformation vollbringen. Er hat gar keine andere Wahl, als sich auf die technologiegetriebene Digitalwelt einzulassen und innovative Antworten auf die schwierigen Fragen der veränderten Mediennutzung zuzulassen. Wer sich heute noch an althergebrachte Darstellungsformen klammert oder sich ausschließlich auf bekannte Vertriebswege konzentriert, kann mit seinem Angebot langfristig keine wirtschaftlichen Erfolge mehr erzielen. Vor allem entledigt sich Journalismus seiner Bedeutung, wenn seine Inhalte nicht mehr wahrgenommen werden.

Der Journalismus steht inzwischen mit zahllosen Digitalangeboten in einem harten Wettkampf um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Vorrangig sind es die sozialen Netzwerke, die das Informations- und Unterhaltungsbedürfnis vor allem junger bis mittelalter Nutzer befriedigen. Inzwischen rüsten die Plattformen sogar selbst redaktionell auf. Sie treten mit traditionellen Verlagshäusern und Rundfunkanstalten in direkte Konkurrenz und haben mittlerweile einen entscheidenden Vorteil: Sie müssen nicht mehr um die Nutzer buhlen, denn die sind schon da.

Eine weitere Trendwende ist die mobile Mediennutzung: Das Mobile bildet inzwischen den Kontrapunkt zur stationären Medienentwicklung vergangener Jahrzehnte, da digitale Inhalte aller Art künftig verstärkt non-linear, also zeit- und ortsunabhängig, konsumiert werden.

Beide Strömungen gehören zusammen und verändern den Journalismus gravierend. Es ist also konsequent und notwendig, dass sich Journalisten auf diese mobilen Nutzungsformen junger Medienkonsumenten einstellen, um alternative Distributionswege zu erschließen und in neuartige Absatzmärkte für journalistische Produkte vorzustoßen.

Ich glaube, dass die Journalistenausbildung in dieser neuen Medienwelt zum zentralen Faktor, zum Interface des Medienwandels, geworden ist: Die Güte der journalistischen Aus- und Weiterbildung wird zum Schlüsselbereich für eine ganze Branche, die sich in Zukunft flexibler zeigen muss, was ihre eigene Anpassungsfähigkeit an die digitalen Umgebungen von morgen betrifft. Sie darf nicht flatterhaft werden, sondern muss sich Zeit nehmen, um ein intellektuelles Fundament für den Medienwandel auch in ethischer, medienpolitischer und sozialer Hinsicht zu schaffen. Klassische Standards dürfen nicht automatisch verteufelt werden, nur weil sie gestrig wirken. Im Gegenteil: Journalistisches Handwerk und Berufsethik müssen in die neue Wirklichkeit eingepasst werden, um weiterhin Gültigkeit besitzen zu können.

Ausbildungsstätten müssen sich daher stärker als digitale Labore begreifen, die den Journalismus der Zukunft aktiv ausgestalten und definieren, welche Rolle Journalisten in unserer Gesellschaft einnehmen. Sie müssen, wo notwendig, nicht nur Innovationen im Schulterschluss mit der Medienwirtschaft entwickeln, sondern auch das journalistische Start-up-Klima fördern: Wir könnten, wenn wir die Aus- und Weiterbildung als wichtiges Lebenselixier des Medienwandels begreifen, eine neue journalistische Gründerzeit für kreative Ideen und innovative Geschäftsmodelle gebrauchen, in der Mut zum Risiko, Aufbruchsstimmung, aber auch eine Kultur des Scheiterns gelebt werden. Wer als Journalist seine Relevanz und Reichweite erhalten möchte, sollte deshalb die Digitalisierung umarmen.
Mit unserem Studienangebot unterstützen wir Sie dabei.

Ihr Prof. Dr. Stephan Weichert
Wissenschaftlicher Studiengangsleiter Digital Journalism / Leiter der "Digital Journalism Initiative"

  • Das Studium auf einen Blick
    • Bewerbungsfrist
      15. Juli 2016 +++ verlängert bis 31. August 2016 +++

      (außerhalb der Bewerbungsfristen ist ein rollierendes Aufnahmeverfahren in den laufenden Jahrgang möglich)

    • Studienstart
      22. September 2016

    • Studienort
      Hamburg

    • Studienzeit
      24 Monate (kumulativ auch über 36 Monate möglich)
      Der Studiengang versteht sich als berufsbegleitendes Weiterbildungsangebot mit 48 Präsenztagen und 28 Selbstlerntagen

    • Seminarzeiten
      Blockunterricht (Donnerstag, Freitag und teilweise Samstag)

    • Voraussetzungen
      Hochschulabschluss (Bachelor, Magister, Diplom), 210 ECTS, mindestens ein Jahr Berufserfahrung als (freier) Journalist, Redakteur oder einer vergleichbaren Position.

    • Abschluss
      Executive Master of Arts in Journalism

    • Staatliche Anerkennung
      Der Abschluss wird durch die Universität Hamburg verliehen, ist staatlich anerkannt und berechtigt zur Promotion.

    • Studiengebühren
      21.500 Euro
      Rabatt- und Finanzierungsmodelle möglich

    • Stipendien
      Es werden jährlich Unternehmensstipendien (Teilstipendien) ausgeschrieben

    • Akkreditierung
      Der Studiengang ist durch die Agentur ACQUIN akkreditiert


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