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DIGITAL- UND MEDIENMANAGEMENT / STUDIUM

Projektmanagement im Kleinen: Das Leuchtturmprojekt von MM24

von PHILIPP STRÜDER am 15.09.2023

Mit dem dritten Term führt das Curriculum des MBAs in das Projektmanagement ein. Dozentin Ulrike Meier lehrt in diesem Kurs nicht nur theoretische Grundlagen, gleich am ersten Kurstag begleitet sie die Studierenden auch im ersten kleinen Praxisprojekt des Studiums. So lernte der Kurs am Nachmittag Pia, Dagmar und Silke vom Leuchtturm Hamburg e.V. kennen. Der Verein für sozialmedizinische Nachsorge aus Altona begleitet Kinder und dessen Familien, die einen langen Krankenhausaufenthalt hatten, z.B. Frühgeborene oder Neugeborene mit einem schweren Start, zurück in den Alltag.

Leuchtturm Instagram

Team Social Media begann schon früh mit den ersten Posts

Da der Verein in erster Linie medizinisches Potenzial mit ausgebildeten Stärken und Wissen im pflegerischen Bereich vorweist, wurden die digitalen Kanäle und das Fundraising in den vergangenen Jahren weniger gezielt eingesetzt. Daher stellten die drei Mitarbeiterinnen von Leuchtturm dem Kurs ihren Wunsch vor, ihr Fundraising neu aufzustellen. Dafür sollte die eigene Social-Media-Präsenz auf einen aktuellen Stand gebracht, Erfolgsfaktoren anderer Hilfsorganisationen mit guten eigenen Kanälen herausgearbeitet und die eigene Expertise im Umgang mit den Netzwerken verbessert werden. Im gemeinsamen Kennenlerngespräch wurden dann schon erste Rückfragen geklärt, um den Wunsch des Vereins richtig verstehen zu können.

Nach dem Gespräch machte sich im Kurs schnell das Gefühl breit, dass man mit zielgerichtetem Engagement einen positiven Beitrag zu den unterstützenswerten Projekten des Vereins leisten können würde. So fanden sich die verschiedene Themenschwerpunkte, die von vier Teams bearbeitet wurden. In verschiedenen Projektphasen wurden bis zum Zwischengespräch mit dem Leuchtturm-Team vorläufige Entwürfe der Ergebnisse erstellt. Bis zur Ergebnispräsentation entwickelten die Gruppen dann vollständige Konzepte, mit denen das Fundraising des Vereins nachhaltig verbessert werden soll.

Im Bereich Social Media, in dem zwei Gruppen tätig waren, erarbeitete eine davon eine Strategie, um eine verbesserte Reichweite auf Facebook und Instagram mehr Spender:innen und Unterstützer:innen für den Verein zu erreichen. Unter anderem auf Basis einer Wettbewerbs- und Zielgruppenanalyse wurde die Strategie rund um einen Contentplan entwickelt.

Handbuch Social Media Leuchtturm

Genaue Anleitungen und Erklärungen wurden im Handbuch gesammelt

Ergänzend zu dieser Strategie beschäftigte sich eine zweite Gruppe mit einem Social-Media-Leitfaden, durch den die Kompetenzen des Teams im Bereich der sozialen Netzwerke verbessert werden sollten. Im Endergebnis übergab die Gruppe ein anspruchsvoll gestaltetes Handbuch, mit anfänger:innenfreundlichen, aber auch fortgeschrittenen Erklärungen zur Anwendung und einem Glossar, das wohl keine Fragen offenlässt!

Die dritte Gruppe setzte sich mit Verbesserungsvorschlägen der Website auseinander. Mit dem Fokus auf zentrale Erfolgsfaktoren wurden einerseits Empfehlungen für eine mobile Darstellung der Website entwickelt, und zum anderen Suchmaschinenoptimierung und die Aktualisierung verschiedener Seitenbestandteile herausgearbeitet. Schon jetzt sind einige Veränderungen, beispielsweise auf der Startseite zu finden.


Ganz anders stellte sich die Arbeit der vierten Projektgruppe dar. Ihre Arbeit setzte sich unmittelbar mit dem Generieren eines höheren Spendenvolumens auseinander. Dafür entwarf die Gruppe ein Akquisemodell, mit dem drei identifizierte Zielgruppen angesprochen werden sollen. Aufgrund der begrenzten Zeit für das Projekt legte die Gruppe einen Plan vor, nach dem diese Zielgruppen schrittweise angesprochen werden sollten, um die Beteiligten aus dem Leuchtturm-Team nicht in Vollzeit mit der Spendenakquise zu beschäftigen.


Die Projektarbeit erstreckte sich über den gesamten dritten Term. In dieser Zeit profitierten alle Gruppen einerseits vom regen Austausch mit den Ansprechpartner:innen des Vereins, durch den besondere Wünsche, Zugangsdaten oder spontane Ideen besprochen werden konnten. Andererseits wurden sowohl Fortschritte als auch kritische Entscheidungen stets im Sparring mit Ulrike Meier diskutiert. Alle Ergebnisse wurden dann in umfangreichen Abschlusspräsentationen während einer für das Leuchtturm-Team wohl sehr langen, aber hoffentlich aufschlussreichen Sitzung präsentiert.

MM24

Der gesamte Kurs ist froh, Teil des Projekts gewesen zu sein

Uns Studierenden aus MM24 hat das Projekt viel Freude bereitet. Wir haben nicht nur für das Projektmanagement dazugelernt, sondern konnten auch erfahren, welche wichtigen und unterstützenswerten Aufgaben Leuchtturm in der sozialmedizinischen Nachsorge übernimmt. Wir drücken dem Team die Daumen, dass das Team mit unseren Vorschlägen weiterarbeiten, ein höheres Spendenvolumen akquirieren und auch mehr öffentliche Aufmerksamkeit für den Verein erhalten kann.

Wir haben den Verein Leuchtturm Hamburg e.V. auch um ihre Erfahrungen in Zusammenarbeit mit uns Studierenden gebeten. Wir freuen uns über dieses Feedback, das wir hier auszugsweise erwähnen möchten:


“Unser Verein Leuchtturm Hamburg e.V. hatte das Glück, von März bis Juni mit der HMS zusammenzuarbeiten. Im Rahmen der Projektarbeit haben die Studierenden in vier Gruppen großartige Vorarbeit für unsere Online-Sichtbarkeit geleistet. [...] Alle vier Präsentationen waren anschaulich, verständlich und mit viel Engagement ausgearbeitet worden.Uns hat die Zusammenarbeit sehr viel Spaß gemacht und wir bedanken uns nochmal für die hervorragende Zusammenarbeit, an die wir nun anknüpfen können!”